Thinking about Kitchens. Nach Margarete Schütte-Lihotzky
Konferenz anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der Frankfurter Küche

Margarete Schütte-Lihotzky, Ausstellungsmodell "Frankfurter Küche", 1927
Kunstsammlung und Archiv, Universität für angewandte Kunst Wien / Bildrecht GmbH, Foto: Hermann Traugott Collischonn
Info
- Ort
Universität für angewandte Kunst Wien
Vordere Zollamtsstraße 7, 1030 Wien
Auditorium- Konzipiert von
Stefanie Kitzberger und Bernadette Reinhold (Kunstsammlung und Archiv der Universität für angewandte Kunst Wien) in Kooperation mit Judith Agostinovic, Christine Oertel und Christine Zwingl (Margarete Schütte-Lihotzky Zentrum, Wien)
- Mit Beiträgen von
Renate Allmayer-Beck, Bettina Buchendorfer, Eva Engelbert, Ljubica Jakšić, Maria Shéhérazade Giudici, Ruth Hanisch, Waltraud P. Indrist, Juliet Kinchin, Stefanie Kitzberger, Mary McLeod, Mara Sánchez Llorens, Christine Oertel, Monika Platzer, Brigitte Podgorschek PRINZpod, Anna Puigjaner, Bernadette Reinhold, Barbara Reisinger, Christina Schraml, Anna Stuhlpfarrer, Roswitha Väth, Marie-Noëlle Yazdanpanah, Jenni Tischer und Christine Zwingl
- Keynote
Mary McLeod, Columbia University, New York
Die von Margarete Schütte-Lihotzky (1897–2000) im Jahr 1926 entwickelte Frankfurter Küche ist heute fest in den Kanon der Architektur- und Designgeschichte eingeschrieben. Ihr 100-jähriges Jubiläum bietet Anlass, die Küche als architektur- und designhistorisches Modell und als politischen, sozialen und ökonomischen Raum neu zu befragen.
Als Schauplatz der Verschränkung von architektonischer Innovation und geschlechtsspezifischer Arbeitsteilung wird sie Ausgangspunkt für eine kritische Befragung von Typologie: Auf welche Weise strukturieren Küchen gesellschaftliche Verhältnisse und darin reproduktive Arbeit innerhalb der kapitalistischen Ökonomie? Welches emanzipatorische Potenzial kann architektonische Gestaltung dabei entfalten?
Die Konferenz widmet sich diesen Fragen zu der Position der Frankfurter Küche in der Architekturgeschichte des 20. Jahrhunderts, indem sie diese als historischen Knotenpunkt transnationaler Diskurse über Beziehungen von Arbeit, Geschlecht, Ökonomie, Technologie und sozialer Reproduktion denkt. Sie setzt Schütte-Lihotzkys Küchenentwürfe in Relation zu zeitgenössischen und späteren Positionen und spannt den Bogen von alternativen Modellen der Vergemeinschaftung zu einer kritischen Auseinandersetzung mit der Musealisierung der Frankfurter Küche und anderen ikonischen Entwürfen der internationalen Moderne – bis hin zu den Logiken der Küche als Designobjekt zwischen Statussymbol und Serialisierung.
Die Vorträge und Diskussionen finden in deutscher und englischer Sprache statt. Übersetzungstools werden vor Ort zur Verfügung gestellt. Die Konferenz wird aufgezeichnet.
