Die Achtziger Jahre ausstellen
Begleitprogramm zur Ausstellung 'Fernheilung. Die 1980er und frühen 1990er Jahre im Zerrspiegel einer Sammlung'
Info
- Eingeladen von
Robert Müller und Cosima Rainer
- Organisiert von
Laura Egger-Karlegger und Manon Fougére
Freitag 9. Januar 2026: Die Achtziger Jahre ausstellen
Ein Gespräch mit Helmut Draxler, Hedwig Saxenhuber, Jakob Schillinger und Eva Maria Stadler
Moderation: Robert Müller
Mit Fernheilung blickt die Sammlung zurück auf die eigenen Sammlungsanfänge und verortet diese im Kontext historischer Ausstellungen sowie der Aktivitäten im Schulgeschehen. Die begleitende Podiumsdiskussion nähert sich aus unterschiedlichen Perspektiven und variierender Involviertheit den Motiven und Hintergründen der Ausstellung. Entlang der Inhalte wird das Podium, bestehend aus Helmut Draxler, Hedwig Saxenhuber, Jakob Schillinger und Eva Maria Stadler die 1980er und frühen 1990er im Zerrspiegel von Fernheilung diskutieren.
Helmut Draxler ist Kunsthistoriker, Kulturtheoretiker und Kurator, sowie von 1992–95 Direktor des Kunstvereins München. Von 2014 bist 2023 war er Professor für Kunsttheorie an der Universität für angewandte Kunst Wien. Er publiziert zu Theorie und Praxis der Gegenwartskunst. Bereits in den 1980er unf frühen 1990er Jahren hatte er einen Lehrauftrag an der Hochschule für Angewandte Kunst, und verantwortete seitdem zahlreiche Ausstellungen in Wien, u.a. Im Rahmen der Zeichnung/ Im Lauf der Zeichnung (mit Otmar Rychlik), 1987, Shandyismus. Autorschaft als Genre (2007), beide Secession, oder The Content of Form, Generali Foundation, 2013.
Hedwig Saxenhuber ist Autorin, Kuratorin und seit den 1990er-Jahren Mitherausgeberin von springerin – Hefte für Gegenwartskunst sowie von 1992–96 Kuratorin am Kunstverein München. Zu ihren zahlreichen Projekten zählen unter anderem die Gründungsdirektion des Kunstraum Lakeside in Klagenfurt (2005–15, gemeinsam mit Christian Kravagna), sowie die Leitung der VIENNAFAIR 2011 gemeinsam mit Georg Schöllhammer.
Jakob Schillinger ist Kunstwissenschaftler mit Schwerpunkt Moderne und Gegenwartskunst. Im Fokus seiner Arbeit stehen Theorien des Digitalen und der Medien, Diskurse der Kritikalität sowie ökologische Ansätze in Kunst und Kunsttheorie.
Eva Maria Stadler ist Kuratorin, Professorin für Kunst und Wissenstransfer und leitet das Institut für Kunst und Gesellschaft an der Universität für angewandte Kunst in Wien. Sie lehrte an den Akademien der bildenden Künste Wien und München sowie an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart und war Direktorin der Galerie der Stadt Schwaz sowie des Grazer Kunstvereins.
Samstag 10. Januar 2026: Ariane Mueller im Gespräch mit Kurator Robert Müller
Ariane Mueller ist eine bildende Künstlerin, die in Wien und Berlin lebt. Sie hat 1991, gemeinsam mit Linda Bilda die Kunstzeitschrift Artfan gegründet, eine Art Fanzine der Konzeptkunst der frühen 1990er Jahre und ein kritisches Medium der Wiener Kunstszene, mit Beiträgen, die von Joseph Kosuths Wittgenstein-Ausstellung, über die Freie Klasse der Wiener Hochschule für Angewandte Kunst, von Interviews mit Andrea Fraser bis Donald Judd und von den Überlegungen, die zur Einsetzung der sogenannten StaatskuratorInnen bis zum Krieg im ehemaligen Jugoslawien reichen, sich nun die Bewegungen der Wiener Kunstszene in einem recht großen Ausschnitt nachvollziehen lassen.
Donnerstag 22. Januar 2026: Noise of the 80s
Edek Bartz (Kurator, Musiker und Konzertmanager) und Wolfgang Kos (Journalist, Historiker und Autor) im Gespräch zur Musikszene der 1980er Jahre
Edek Bartz ist Musiker, Kurator und Autor. Zusätzlich zu seiner Tätigkeit als Plattenverkäufer und DJ arbeitete er in der Agentur Stimmen der Welt, produzierte und tourte mit Bob Dylan, Jimi Hendrix, Carlos Sanrana, Frank Sinatra du Frank Zappa. In den 1980er Jahren war er Tour-Manager von Falco. Gemeinsam mit Albert Misak gründete die Bands Les Sabres und Geduldig und Thimann. Bartz arbeitete mit Herman Nitsch zusammen und produzierte akustische Aufnahmen seiner Aktionen. Unter dem Titel Hermann Nitsch – Akustisches Abreaktionsspiel erschien 1973 eine Langspielplatte. Anfang der 1980er Jahre hatte er ein Plattengeschäft in der Ballgasse im 1. Bezirk und gründete 1982 mit Wolfgang Kos die New-Wave-Band Leider keine Millionäre. Das Avantgardemusik-Festival Töne-Gegentöne veranstalteten Kos und Bartz im Rahmen der Wiener Festwochen von 1983 bis 1991. In 1990er organisierte Bartz die Vienna Jewish Festival Week.
Wolfgang Kos ist Journalist, Kulturhistoriker und Museumsdirektor. Er entwickelte und moderierte zahlreiche Radioformate, unter anderem für Ö1 und Ö3. Von 2003 bis 2015 leitete Kos das Wien Museum. In den Jahren 1983 bis 1991 war er gemeinsam mit Edek Bartz als Journalist und Veranstalter des Avantgarde-Musikfestivals „Töne und Gegentöne“ im Rahmen der Wiener Festwochen tätig. Mit Bartz gründete er zudem 1982 die Band „Leider Keine Millionäre“.
Die Veranstaltungen des Begleitprogramms Fernheilung. Die 1980er und frühen 1990er Jahre im Zerrspiegel einer Sammlung fanden in den Räumen der Ausstellung in der Universitätsgalerie statt.
Bilder

Ausstellungsansicht 'Fernheilung. Die 1980er und frühen 1990er Jahre im Zerrspiegel einer Sammlung'
Foto: Manuel Lopez Carreon, kunst-dokumentation.com

'Die Achtziger Jahre ausstellen' Ein Gespräch mit Helmut Draxler, Hedwig Saxenhuber, Jakob Schillinger und Eva Maria Stadler
Moderation: Robert Müller

'Die Achtziger Jahre ausstellen' Ein Gespräch mit Helmut Draxler, Hedwig Saxenhuber, Jakob Schillinger und Eva Maria Stadler
Moderation: Robert Müller
