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Mode und Textil Kooperation

‚Moderne Hausindustrie‘ und kulturelle Übersetzung.
Die Textilsammlungen von Rosalia Rothansl und Mileva Roller

Kunstsammlung und Archiv x Expanded Museum Studies

11.483/30/FW

Marie Bernhuber/Marie Händler, Schule Rosalia Rothansl, Quasten, 1917

© Universität für Angewandte Kunst, Kunstsammlung und Archiv

Info

Projektleitung

Eva Klimpel, Stefanie Kitzberger

Studierende des Masterstudiengangs Expanded Museum Studies der Universität für angewandte Kunst

Claire Deuticke, Anna Ebert, Kati Enzinger, Manon Fougère, Marie-Claire Gagnon, Ulrike Haidinger, Tamara Hauer, Konstantina Hornek, Ljubica Jakšić, Emilie Malmgren, Iris Oke, Samira Plunger, Nicole Waltener, Viktoria Weber

Unter Mitarbeit von

Doris Drochter, Elke Handel, Laura Egger-Karlegger, Lian Hannah Walter

Projektdauer

Wintersemester 2022/23

Ein für den Masterstudiengang Expanded Museum Studies angebotenes projektgebundenes Seminar widmete sich im Wintersemester 2022/23 der konservatorischen Aufbereitung, technologischen Bestimmung und historisch-theoretischen Kontextualisierung eines Konvoluts an zwischen 1902 und 1925 entstandenen Textilien aus Kunstsammlung und Archiv der Angewandten.

Im Zentrum der Lehrveranstaltung standen künstlerische Vorbilder und Arbeiten aus der Klasse der Textilspezialistin und ersten Professorin der ehemaligen k.k. Kunstgewerbeschule Rosalia Rothansl. Die von den Studierenden hergestellten Gewebe, Stickereien, Posamentrien, Strick-, Häkel- und Klöppelspitzen weisen unter anderem starke Bezüge zu traditioneller Repräsentationskleidung aus den Territorien der ehemaligen Doppelmonarchie auf. Die zeitgleich von Rothansl als Lehrmittel inventarisierten Objekte wurden vermutlich in ländlichen Regionen des damaligen Ungarns, Kroatiens, Dalmatiens, Böhmens, Mährens und Galiziens erworben. Auch Vertreter:innen der künstlerischen Avantgarde wie Emilie Flöge oder Mileva Roller sammelten vergleichbare Textilien aus Mittel- und Osteuropa. Teile aus Rollers Sammlung werden heute an der Angewandten aufbewahrt. Diese Sammlungen von Künstler:innen und Lehrenden spielten im Kontext der Neubewertung und -positionierung des Textilen in kunsthistorischen Texten und der künstlerischen Lehre um 1900 eine bisher unterschätzte Rolle.

Die Lehrveranstaltung ging diesen Zusammenhängen mit Blick auf Fragen nach kultureller Aneignung und Übersetzung, Verhältnisse von ‚angewandter‘ und ‚bildender‘ Kunst sowie auf die Transformation von Geschlechterverhältnissen in der Wiener Moderne nach. Neben der praktischen Arbeit im Depot der Sammlung im Rahmen einer ersten Projektwoche widmeten wir uns der Lektüre ausgewählter Texte. Im Kontext des Seminars entsteht außerdem eine kleine Publikation, die die Recherchen der Studierenden dokumentiert.

Bilder

Projektwoche November 2022

© Universität für Angewandte Kunst, Kunstsammlung und Archiv, Foto: Eva Klimpel

Projektwoche November 2022

© Universität für Angewandte Kunst, Kunstsammlung und Archiv, Foto: Marie-Claire

Projektwoche November 2022

© Universität für Angewandte Kunst, Kunstsammlung und Archiv, Foto: Marie-Claire

Projektwoche November 2022

Projektwoche November 2022

Projektwoche November 2022

Projektwoche November 2022

Exkursion ins Universalmuseum Kierling

Foto: Laura Egger-Karlegger

Exkursion ins Stift Klosterneuburg

Foto: Marie-Claire Gagnon

Exkursion ins Stift Klosterneuburg

Foto: Marie-Claire Gagnon