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Unser Ziel ist eine Pluralisierung des kunst- und gestalthistorischen Kanons, sowie eine alternative Fortschreibung ästhetischer Narrative im Lichte gegenwärtiger Fragestellungen und Problemfelder. Dabei beforscht die Sammlung die Geschichte der angewandten und bildenden Kunst als intrinsisch verknüpft. In Form von experimentellen und transdisziplinären Projekten soll das vielgestaltige Potenzial aktiviert werden. Das Vergangene wird nicht nur im Modus der Historiker*in untersucht und wiederentdeckt, sondern auch über künstlerische und kuratorische Zugänge wiederbelebt.

IN 19.027/1/Ma

Friedrich von Berzeviczy-Pallavicini, Alphabet Buchstabe A, undatiert.
Bleistift, Gouache auf Papier, 35 x 52 cm

Kunstsammlung und Archiv, Universität für angewandte Kunst Wien, Foto: kunst-dokumentation.com

Josef Hoffmann bis Maria Lassnig. Margarete Schütte-Lihotzky bis Peter Weibel. Friedrich Berzeviczy-Pallavicini bis Kamilla Bischof. Friedl Dicker-Brandeis bis Oswald Oberhuber. Künstlerinnen der Wiener Werkstätte bis Bar du Bois.

Neue Blickwinkel auf die Sammlung werden auch im Dialog mit zeitgenössischen Künstler*innen, Lehrenden und Studierenden der Universität erarbeitet. Dabei stehen Fragen zu Ein- und Ausschlüssen im Kanon der Moderne ebenso zur Disposition, wie das Verhältnis von angewandter und bildender Kunst und deren Autonomieansprüchen sowie eine zeitgenössische Auseinandersetzung mit dem Konzept des Gesamtkunstwerks. Im Dialog mit den Kontexten der Sammlung werden künstlerische Arbeiten beauftragt, produziert und angekauft.

Schwerpunkte

  • Raum Friedl Dicker-Brandeis
  • Margarete Schütte-Lihotzky Netzwerk
  • Peter Weibel Archiv
     
  • Ilse Bernheimer
  • Friedrich Berzeviczy-Pallavicini
  • Carl Otto Czeschka
  • Josef Frank
  • Wenzel Hablik
  • Margarete Hamerschlag
  • Carry Hauser
  • Franz Herberth
  • Josef Hoffmann
  • Wolfgang Hutter
  • Hilda Jesser
  • Erika Giovanna Klien
  • Anton Kolig
  • Rudolf von Larisch
  • Maria Likarz-Strauss
  • Bertold Löffler
  • Erich Mallina
  • Koloman Moser
  • Elly Niebuhr
  • Otto Niedermoser
  • Oswald Oberhuber
  • Dagobert Peche
  • Leopold Wolfgang Rochowanski
  • Mileva Roller
  • Franz Schuster
  • Adele Stark
  • Richard Teschner
  • Eduard Wimmer-Wisgrill
  • Vally Wieselthier
  • Emmy Zweybrück
  • Otto Zitko
  • Kunst der Wiener Moderne und der Wiener Werkstätte
  • Werke der Kinetimusgruppe um Franz Čižek
  • Arbeiten aus unterschiedlichen Bereichen der angewandten und bildenden Kunst vom 20. Jahrhundert bis in die Gegenwart wie Fotografie, Grafik, Möbel, Keramik, Malerei und Skulptur, darunter eine Sammlung polnischer Plakatkunst
  • Architekturmodelle der österreichischen Moderne

Standort:

Kunstsammlung und Archiv
Universität für angewandte Kunst Wien
Sammlung Kunst, Architektur und Design
Postgasse 6 / Mezzanin
1010 Wien

Kontakt:

Ausstellungen und Leihverkehr
Judith Burger
+43 1 71133 3255
judith.burger@uni-ak.ac.at

Team

Cosima Rainer

+43 1 71133 3250

  • Leitung Sammlung Kunst, Architektur und Design

Cosima Rainer ist seit 2018 Leiterin von Kunstsammlung und Archiv der Universität für angewandte Kunst Wien. Sie studierte Theater- Film und Medienwissenschaft in Wien und absolvierte 1996/97 das De Appel Curatorial Training Programme in Amsterdam. Als Kuratorin und Expertin für zeitgenössische Kunst hat sie zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland kuratiert. Dabei steht eine experimentelle Herangehensweise im Vordergrund bei der gewohnte Sichtweisen hinterfragt werden. Die Kunstsammlung der Angewandten, die Künstler*innnennachlässe und Werke von 1900 bis heute umfasst und in den 1980er Jahren mit einer emanzipatorischen und kulturpolitischen Ausrichtung eingerichtet wurde, bietet dafür einen spannenden Ausgangspunkt.

Ausstellungen (Auswahl): …und so hat Konzept noch nie Pferd bedeutet, Generali Foundation Wien 2005; See This Sound. Versprechungen von Bild und Ton, Kulturhauptstadt-Projekt Lentos Kunstmuseum Linz 2009; Běla Kolářová und Lucy Stahl, Galerie der Stadt Schwaz 2010, Schöne Aussichten, Eröffnung des 21er Haus, Belvedere 2011, GOODBYEHELLO, Jahresausstellung der Sammlung Lenikus 2013; Vienna Complex, Gruppenausstellung im austrian cultural forum New York 2014; Grand Tourtours, Performance-Bustour an der Akademie der bildenden Künste Wien 2017; Fürchten und Hoffen, Gruppenausstellung Galerie der Stadt Schwaz 2018; Der Hausfreund, Eine Wiederentdeckung des exzentrischen Werks von Friedrich von Berzeviczy-Pallavicini, Universitätsgalerie im Heiligenkreuzer Hof Wien und Österreichisches Kulturforum Berlin 2019; Kabarett Fledermaus @ Bar du Bois, Universitätsgalerie der Angewandten im Heiligenkreuzerhof Wien 2020, Schule Oberhuber. Die Kunstgewerbeschule im Kraftfeld der Avantgarde, Mai 2022 und Friedl Dicker-Brandeis in der Sammlung der Universität für angewandte Kunst Wien, Herbst 2022 (in Vorbereitung)

Stefanie Kitzberger

+43 1 71133 2840

Stefanie Kitzberger ist Kunsthistorikerin und arbeitet als Senior Scientist und Leiterin der Sammlung Mode und Textil am Institut Kunstsammlung und Archiv der Universität für angewandte Kunst Wien, an der sie auch Kunst- und Kulturwissenschaften unterrichtet. Sie forscht und publiziert zur Kunst der Moderne und Gegenwart mit Schwerpunkten auf der Geschichte sozialistischer/marxistischer und feministischer Positionen. In ihrer Dissertation „Das konstruktivistische Imaginäre. Modelle der Überschreitung von Kunst im russischen Konstruktivismus 1920-1923“ untersucht sie die sowjetische Kunst der 1920er Jahre im Kontext ihrer (eigenen) zeitgenössischen und nachfolgenden historiografischen und kunsttheoretischen Deutungen. Aktuell arbeitet sie außerdem zusammen mit Cosima Rainer, Florian Pumhösl und Sofie Mathoi an einem Publikations- und Ausstellungsprojekt zu Friedl Dicker-Brandeis.
Von 2015-2017 war sie Junior Fellow am Internationalen Forschungszentrum Kulturwissenschaften (IFK) Wien/Linz sowie Predoctoral Visiting Fellow an der Northwestern University und der University of Kent. 2018-2020 arbeitete sie als Assistentin am Institut für Kunstgeschichte der Universität Wien.

Bernadette Reinhold

+43 1 71133 3253

Bernadette Reinhold ist seit 2008 Leiterin des Oskar Kokoschka Zentrums und Senior Scientist des Instituts Kunstsammlung und Archiv an der Universität für angewandte Kunst Wien. Sie studierte Kunstgeschichte, Geschichte und Philosophie an der Universität Wien, Dissertation über Kokoschka und die österreichische Kulturpolitik (Promotion 2017). Freie wissenschaftliche Mitarbeiterin im Bundesdenkmalamt (BDA) Wien (1991-2008), Mitglied der Kommission für Provenienzforschung im BDA (1997-2008) und in einem FWF Projekt zur Wiener Hofburg an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (2004-2008) tätig. Vorstandstätigkeit u.a. in der Österreichischen Gesellschaft für Architektur/ÖGfA (2000-2005) und in der Oskar Kokoschka Dokumentation Pöchlarn (seit 2009). Zahlreiche Publikationen, Forschungs- und Ausstellungsprojekte sowie Lehrtätigkeit zu Architektur und Städtebaugeschichte, zur Kunst der Moderne, österreichischer Kulturpolitik, Gender Studies und Biografieforschung.

Linda Kral

  • Studienassistentin

Eva-Maria Sprenger

  • Studienassistentin