Neuerwerbungen 2026
Alljährlich unterstützt der Verein Stubenring 3 den Bestandsausbau des Instituts Kunstsammlung und Archiv mit dem Ankauf von Kunstwerken. 2026 konnten zwei Arbeiten I remember when I was a very little girl our house caught on [...] von Tonio Kröner und Big A little a,g von Chantal Kaufmann erworben werden. Beide Arbeiten sind durch den Verein Stubenring 3 gefördert.
Tonio Kröner (*1984 in Datteln, Deutschland)
lebt und arbeitet in Berlin. Kröner hat an der Städelschule Frankfurt und der Akademie der bildenden Künste in Wien studiert. In seinem Werk beschäftigt er sich mit Malerei und Skulptur. Aus Webpelz, Fell oder Federn fertigt Tonio Kröner seit einiger Zeit menschengroße Puppen, die der Muppet-Show entsprungen zu sein scheinen.
Einen Text aus dem Jahr 2016, den der Künstler anlässlich der Ausstellung Painting 2.0’ im Museum Brandhorst veröffentlichte, betitelt Tonio Kröner mit 'Ridiculous Creatures‘. Der Text behandelt die postdemokratische Verlagerung der Verantwortung vom Staat auf den oder die Einzelne(n). Unter dem Deckmantel subjektiver Freiheit und kreativer Selbstverwirklichung erzählen Kröners ‚lächerliche Kreaturen‘ vom gnadenlosen Kampf für sich selbst.
Ausstellungen u.a. „Boarding Time“, Galerie Lars Friedrich, Berlin (2022/2023), Free Won‘ t, Galerie Edouard Montassut, Paris (2025), „Ins Dunkle schwimmen“, Universitätsgalerie der Angewandten im Heiligenkreuzerhof (2024/2025), ISSUES, Stockholm (2024).
Kröner arbeitete von 2015 bis 2018 als Kurator an verschiedenen Ausstellungen, Publikationen und Veranstaltungen für das Museum Brandhorst in München mit. Er entwickelte gemeinsam mit anderen Künstler:innen die Schau Painting 2.0 zur Malerei im Informationsalter.
Chantal Kaufmann (*1984 in Luzern, Schweiz)
lebt und arbeitet in Zürich und Wien. Kaufmann hat an der Zürcher Hochschule der Künste und der Akademie der bildenden Künste in Wien studiert. In ihrem Werk beschäftigt sie sich mit der Verbindung zwischen Bild und Sprache und ihrer gemeinsamen Bedeutungsproduktion sowie der Abstraktion von Alltagsbildern.
In den Fotogrammen der Serie ‚Big A little a‘ bildet der Text ‚Die Revolution der poetischen Sprache‘ (Julia Kristeva, 1974) einen wichtigen Bezugspunkt. In den Fotogrammen werden Buchstaben direkt auf dem Fotopapier belichtet und bekommen dadurch eine Präsenz, die eine eigene Wirklichkeit verspricht.
Ausstellungen u.a. „As above so from below“, Kunstraum Memphis, Linz (2024), „Real as compared to what“, Kunstverein Gartenhaus Wien (2024), „omw!“ (On my way!), Dock 20, Lustenau (2025). Ihre Videoarbeiten wurden u.a. im Votivkino Wien, der Kunsthalle Bern oder auch im mumok Kino gezeigt.
Sie ist Mitbegründerin der Projekträume UP STATE in Zürich und Shoefrog in Wien.
Derzeit unterrichtet sie im Rahmen eines Lehrauftrags an der Universität für angewandte Kunst Wien.

