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Veranstaltungshinweis: Material Stories. Werkstattwissen als Erkenntnisprozess

Konferenz der Abteilung Kunstgeschichte

Die zweisprachige (dt/en) Konferenz Material Stories. Werkstattwissen als Erkenntnisprozess initiiert eine grundlegende Neupositionierung der traditionsreichen Werkstätten an der Universität für angewandte Kunst Wien. In den Kunst- und Kulturwissenschaften, der Anthropologie, Ethnologie und Medienwissenschaft, sowie im interdisziplinären Feld der Material Culture existieren bereits wegweisende Ansätze, die den traditionellen Dualismus von Theorie und Praxis infrage stellen und andere Formen von Wissen zum Ausgangspunkt für Erkenntnisgewinnung in den Blick nehmen. Die Veranstaltung baut auf diesen theoretischen Vorläufern und der historischen Geschichtsschreibung auf, führt sie jedoch in einer neuen Konsequenz fort: Sie belässt es nicht bei der analytischen Betrachtung, sondern untersucht das Verhältnis von Denken und Handeln mit den physischen und digitalen Werkstätten. 

Ziel ist die Definition von praxisbasiertem Werkstattwissen, das als eigenständige, theoretisch valide Erkenntnisform direkt in die Theoriebildung und wissenschaftliche Analyse zurückspiegelt. Material Stories. Werkstattwissen als Erkenntnisprozess schafft hierfür eine diskursive und transdisziplinäre Bühne auf Augenhöhe für Wissenschaftler*innen, Handwerker*innen und Künstler*innen, die Theorie, Praxis und Forschung aus ihren jeweiligen Perspektiven miteinander reflektieren. In diesem gemeinsamen Denk- und Handlungsraum werden Materialien, Werkzeuge und Herstellungsprozesse als aktive, digital-analog erweiterte Mitproduzent*innen von Wissen begriffen. Dieses konzeptionelle Gefüge entfaltet sich entlang von neun Formaten, die Werkstattwissen im Kontext seiner Geschichte, Zugänglichkeit, Verfahrensweisen und Materialität, aber auch seiner Zirkulation und Weitergabe, sowie seinen Potenzialen aus einer lokalen und globalen Perspektive zum Thema machen.

Die Konferenz wird von der räumlichen Installation Remnants im Atrium begleitet. Materielle Spuren aus verschiedenen Herstellungsprozessen und Werkstätten der Universität für angewandte Kunst Wien werden miteinander in Dialog gebracht und geben Einblicke in die vielfältigen Praktiken und Formen des Werkstattwissens.

Weiterführende Informationen zur Konferenz

Organisation:
Ebba Fransén Waldhör, Ines Greinstetter, Anita Hosseini, Ulrike Kuch und Sascha Zaitseva für die Universität für angewandte Kunst Wien.